Ich hätte nicht gedacht dass 3500 km so angenehm und locker mit einem Fahrrad zu bewältigen wären. Zwar darf ich vermutlich in der nächsten Zeit ein Satz neue Reifen montieren. Aber das ist es dann schon. Ich habe mir auf den Gepäcksträger eine eigentlich für ein Motorrad gedachte Box geleistet. Mit 2 seitlichen Packtaschen bin ich nun "Kofferraummäßig" gut ausgerüstet. Für Strecken bis 20 km (und das ist der Großteil) bleibt das Auto arbeitslos. Draufsitzen Schlüssel drehen und ab gehts. Wenn´s ein wenig mehr ist habe ich ja meinen Fahrradanhänger. Bis jetzt (ohne der leidigen deutschen Wertarbeit) keine Probleme. ähhh... eins doch noch. Bei nasser Straße spritzen die Vorderreifen genau auf die Hände. Und das trotz Schutzplastiken. Aber es gibt ja Waschmaschinen. Ich bin gespannt wie sich das Bike im Winter verhält. Der Schnee kann kommen...

Nach schon fast 4500 km war es halt so weit. Viel zu schnell unterwegs (das Ding läuft ja wie der Teufel) in eine relativ unübersichtliche Straßeneinfahrt eingebogen (dort kommt nie etwas) und schon steht ein riesengroßer Lastwagen mitten auf dem schmalen Weg. Fazit: lenken und stark bremsen endete in einem Umkippen des Vehikels und einem Interruptus naturalis. Vorteile gegenüber einem normalen Rad ist, dass der Schwerpunkt von Haus aus schon niedrig liegt, das heißt, man fällt nicht so tief. Der Bremsweg den man aber mit dem eigenen Körper zurücklegt ist nicht viel kürzer. Gott sei Dank ist außer einem kaputten Spiegel, ein paar Kratzer am Koffer und an meinem Ellenbogen nichts passiert. Weitergefahren bin ich aber ein wenig vorsichtiger um nicht zu sagen langsamer. So lernt man auch die Grenzen eines Dreirades. Die sind eh recht hoch, aber die physikalischen Gesetze gelten auch bei diesem Gefährt, Es heißt ja aus Schaden wird man klug. Ich wird´s mir merken - bis zum nächsten Mal.

So nun mal wieder eine Meldung. Der Fahrradalltag ist eingekehrt. Keine Probleme mit der Technik, der Mechanik, der Elektronik - einfach draufliegen und losfahren. Zum Arbeiten, zu den Kindern - Enkeln - Freunden, zum Einkaufen, zum Doktor etc. Fast schon (bastelmäßig) langweilig. Der Elektroantrieb macht was er soll. Der Akku hat auch im 3. Jahr noch immer volle Leistung. Der Kilometerzähler nähert sich schnell Richtung 10000 km. Auch nach dem Neuigkeitsbonus ist es immer noch ein Genuss mit dem Teil dahinzugleiten. Spaßig sind auch die meist Jugendlichen und Kinder mit dem Daumen nach oben und dem Kommentar "Geiles Bike". Die Blicke der älteren Menschen lassen auf Staunen (was ist denn auch das) und Interesse schließen. Ich habe es (trotz anfänglichen Bedenken) nie bereut das Liegefahrrad gekauft zu haben.